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Erlebnisberichte

aus Lantershofen

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Weihnachten 1943

Von Maria Kuttig |

Wir lebten auf dem Dorf. Während des Krieges besaß fast jede Familie ein Haustier, um den Bedarf an Fleisch selber decken zu können. Wir hatten ein Schwein. Im Frühjahr wurde beim Bauern ein Ferkel gekauft.

Während des Sommers fütterten wir es mit gekochten, kleinen Kartoffeln und Mehl. Wenn es kalt wurde, so etwa im Januar, war dann Schlachtfest. So ein Tier musste natürlich gemistet werden,…

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Die Lantershofener Kirchenuhr von 1752; der letzte Glöckner 1966

Von Robert Bender |

Matthias Efferz aus Lantershofen hat im Jahre 1749 versprochen, eine Uhr für die Kapelle zu stiften, wenn er als Junggeselle sterben würde. Er hatte das Schneiderhandwerk erlernt. Wie es früher üblich war, machte er sich auf die "Walz", wie man die Wanderschaften der Handwerksgesellen nannte.

Unterwegs wurden Handwerksbetriebe des jeweiligen Berufes aufgesucht, um dort vorrübergehend Arbeit…

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Die "Bombe", die aus dem Märzhimmel kam 1983

Von Bonner Rundschau |

„Sturm geläutet" hat am Sonntagmorgen Heinz Bach aus Lantershofen bei seinem Nachbarn, dem Rundschau-Fotografen Jürgen Görgler. Ein ballonähnliches Gebilde hatte Bach in seinem Hof gefunden, verbunden mit einer Schnur zum Nachbargrundstück. Dort lag ein gefährlich aussehendes Päckchen, Antennenstücke ragten heraus.

Handelte es sich um eine Bombe oder einen „Gruß" von einem anderen Stern?…

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Schulspeisung in Lantershofen 1949

Von Maria Kuttig |

Für die Kinder, deren Väter im Krieg geblieben waren, für Kinder aus Familien mit großer Kinderzahl und für Waisenkinder gab es die Schulspeisung.

Von der Gemeinde Lantershofen wurden die Rohstoffe wie Mehl, Milchpulver, Nudeln, Dosenfleisch, Schokolade und Kakao gestellt.

Meine Mutter hatte, da unser Haus gleich gegenüber der damaligen "Alten Schule" auf dem "Frumech" vor der Kirche lag,…

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Ende der Schulspeisung 1950

Von Jakob Diederich |

Am 30.6.1950 nahm die Schulspeisung, die seit 15. Mai des vorigen Jahres verabreicht worden war, ein Ende. Etwa ein Drittel der Kinder hielten die Speisung kostenlos. Die Zubereitung der Speisen lag in den Händen von Frau Katharina Hennes, die ihren Pflichten stets mit größter Gewissenhaftigkeit nachkam.

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Wasch- und Badetag 1944

Von Maria Kuttig |

Ab und zu, wenn meine Mutter nicht zu Hause war, mussten unsere Haustiere gewaschen werden.

Im Hof war vom Regen "e Püddelche". Wir trieben unser Schwein hinein und schrubbten es mit der Wurzelbürste und Kernseife tüchtig ab. Anschließend schütteten wir ihm einen Eimer Wasser über.

Dann waren die Hühner an der Reihe. Wir fingen sie ein und bürsteten ihnen die Füße gründlich ab. Jetzt musste…

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Mal wieder Fliegeralarm! 1944

Von Maria Kuttig |

Wegen der vielen Fliegeralarme schliefen wir immer in Trainingsanzügen. Wenn die Sirene ging, sprangen wir aus dem Bett. Schnell war ein Täschchen mit den wichtigsten Dingen gepackt und dann rannten wir durch die Pflaumenallee in den Burgkeller. Diesmal gab jedoch es ein besonderes Ereignis:

Unser gepökeltes Fleisch hing gewöhnlich im "Räuches", der Räucherkammer. Wegen des Alarms hatte meine…

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Kotelettchen braten 1944

Von Maria Kuttig |

Im Januar war immer Schlachtfest. Ein Teil des Fleisches wurde zu Wurst verarbeitet, der Rest kam in die Bütt und wurde gepökelt.

Wenn meine Mutter im Weinberg war, kam "Röschen", meine Freundin, zum Kotelettchenbraten. Wir hatten ja immer Hunger. Von dem gepökelten Fleisch aus der Bütt schnitten wir überall kleine Stücke ab: Das waren unsere "Kotelettchen."

Unser alter Herd hatte ein offenes…

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