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Forum Lantershofen: James Webb Space Telescope - mehr als spektakulär!

Von Prof. Dr. Uli Klein |

Das am 2. Weihnachtstag 2021 gestartete Weltraumteleskop hat im 5. Jahr seines Betriebs die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in vieler Hinsicht noch übertroffen. Als Nachfolger des Hubble Space Telescope (HST) liefert es seit seiner Inbetriebnahme ein spektakuläres Ergebnis nach dem anderen. Seine Kameras arbeiten jedoch im Nahen Infrarot (NIR), wodurch das Teleskop in doppelter Hinsicht Neuland betritt: Erstens waren gute NIR-Beobachtungen im Weltall bislang kaum möglich (man muss außerhalb der Erdatmosphäre beobachten). Zweitens kann man mit dem HST im ‚nahen‘ Universum wegen der Rotverschiebung nicht beliebig weit ins Weltall beobachten, wohingegen die NIR-Kameras des James Webb Space Telescope theoretisch bis hinaus zu den ersten Sternen und Galaxien hinausreichen: die Rotverschiebung zeigt Galaxien somit im klassischen optischen Bereich!

Der Vortrag schildert den äußerst schwierigen Bau des Teleskops, das 'Verpacken' in die Ariane 5, den Flug zum 1.4 Millionen km (!) von der Erde entfernten Ort desTeleskops, dem sog. L2-Punkt, seine Entfaltung auf dem Weg dorthin, seine diffizile Inbetriebnahme, und dann natürlich die seit der Inbetriebnahme gelieferten zahlreichen und atemberaubenden Ergebnisse. Die Zuhörer werden mit spektakulären Bildern in die Weiten des Weltalls und gleichzeitig zu den Anfängen des Universums mitgenommen, aufgenommen durch ein ‚Teleobjektiv‘ mit 131.4 m Brennweite!