Trauer um Leo Mattuscheck
Ehemaliger Ortsvorsteher und Kommunalpolitiker starb 81-jährig
Wie ein Lauffeuer sprach es sich am Samstagmorgen in Lantershofen rund: Leo Mattuscheck ist verstorben. Der ehemalige Ortsvorsteher wurde 81 Jahre alt. „Mit Leo verlieren wir einen Lantershofener, der über Jahrzehnte unseren Heimatort mit viel Herzblut gestaltet und geprägt hat. Sei es als Vorstandsmitglied in Vereinen oder in seinen 20 Jahren als Ortsvorsteher. Durch seine Krankheit war es ihm die letzten Jahre leider nicht mehr möglich aktiv am Dorfleben teilzuhaben“, sprach der aktuelle Ortsvorsteher Marco Böhm, der das Amt von Leo Mattuscheck im Jahr 2024 übernahm, der Familie und den Angehörigen das Beileid der Dorfgemeinschaft aus.
Der ehemalige Berufssoldat Leo Mattuscheck war Ende der 1970er Jahre nach Lantershofen gezogen, wo er sich gleich ins Dorfleben einbrachte und für die örtliche Bürgervereinigung eine erste Satzung entwickelte. Rund 40 Jahre war er ab dem Jahr 1979 deren Geschäftsführer.
Die politische Aktivität begann im Jahr 2004. Aus einer Bierlaune heraus wurde Leo Mattuscheck für das Amt des Lantershofener Ortsvorstehers vorgeschlagen und ging als Sieger aus der Wahl hervor. Im März 2005 wurde er zum Vorsitzenden des FDP-Ortsverbands Grafschaft gewählt. Später wechselte er zur CDU. Lange Jahre war er im Gemeinderat und in politischen Gremien der Grafschaft aktiv. „Er war ein Original durch und durch, die Menschen und die Vereine in Lantershofen und der Grafschaft lagen ihm am Herzen“, so der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem, der ergänzte: „Manchmal war er auch ein bisschen unbequem, aber das war auch gut so, denn es kam immer ein gutes Ergebnis heraus.“
Für besonderen ehrenamtlichen Einsatz sowie für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und das Gemeinwohl zu fördern, wurde Leo Mattuscheck im November 2017 von Landrat Dr. Jürgen Pföhler mit der von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehenen Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Als Mitgründer des Vereins „Zukunft Lantershofen“ stand er für Projekte, wie den Birnensortengarten Lantershofen und den Birnen-Rundwanderweg mit künstlerischen Holzprojekten.
„Der Tod von Leo Mattuscheck trifft unwahrscheinlich. Leo war nicht nur ein Kämpfer für seinen Ort, für Lantershofen und für die Menschen, sondern auch für die gesamte Grafschaft. Ein Original, mit dem man sich prima reiben konnte, aber es kam immer etwas Gutes dabei heraus. Sein Tod macht einfach nur traurig“, so der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem.

